Lockdown im Hamsterrad

Hast Du Dir schon einmal überlegt, wie sich ein Lockdown im Hamsterrad anfühlt? Wenn das immer schneller drehende Rad, in dem der Hamster gefangen ist, plötzlich stillsteht. Auf einen Schlag. Doch der Hamster steht nicht still … er bringt noch viel Energie mit und überschlägt sich. Nun ist er zum drehenden Rad im Hamsterrad geworden. Stell Dir das Geräusch vor, wenn das Quietschen vom Hamsterrad, das seit Jahren kein Schmiermittel mehr gesehen hat, abgelöst wird vom Rumpeln, wenn sich ein Hamster im Hamsterrad um die eigene Achse dreht.

Jetzt ist alles durcheinander. Der Hamster sieht nur noch Sterne und sein vom Sturz geprellter Körper schmerzt an all jenen Stellen, wo er mit dem Rad unsanft in Kontakt gekommen ist. Vielleicht schaukelt jetzt das Hamsterrad noch leicht hin und her, wie in einer Wiege oder wie ein Pendel, das am Ausklingen ist. Ein leises Quietschen das sich mehr wie ein monotones Vogelgezwitscher anhört, ist noch zu hören. In dem Durcheinander sitzt der orientierungs- und fassungslose Hamster. „Was ist passiert, wo bin ich?“ Auf seine Fragen folgen statt Antworten nur weitere Fragen. „Wie bin ich überhaupt hier hinein geraten?“ Der schmerzende Kopf bringt keine Antworten hervor und die Sterne blitzen heftiger, je mehr sich der Hamster bemüht, eine Antwort zu finden. Weitere Fragen schiessen hinterher: „Wie schnell hat das Hamsterrad gedreht? Wollte ich das so schnell? Warum habe ich es nicht selber anhalten können?“ Stille - zum ersten Mal, seit Monaten. Keine Antworten - keine Fragen, nur Stille um ihn herum und in seinem Kopf. Doch nicht lange, weil die nächste Frage daherkommt: „Wer hat das Rad denn angehalten, wenn ich es nicht gewesen bin?“ Wieder Stille - diesmal etwas länger anhaltend, was den Nebeneffekt hat, dass die Sternchen langsam, eins ums andere erlöschen. Eine leichte Entspannung wird spürbar. „Ich beginne mich wieder zu spüren!“ schiesst es dem Hamster in diesem Moment durch den Kopf. „Was mache ich jetzt? Jetzt, wo das Hamsterrad nicht mehr dreht, habe ich plötzlich Raum und Zeit!“ Die erste, überraschende Antwort auf die vielen Fragen im kleinen Hamsterköpfchen. Die Antwort überrascht, denn sie ist nicht besonders hilfreich, weil zwangsläufig die nächste Frage hinterher kommt. „Was habe ich denn überhaupt gemacht als ich im Hamsterrad gerannt bin?“ Jetzt sitzt der Hamster am Rand von seinem Hamsterrad und hat seit langem die Möglichkeit sich zu spüren und über sein Leben nachzudenken. Er hat Raum und Zeit zu überlegen, was er aus seinem Leben machen möchte. Ob er zurück will in sein Hamsterrad nach dem Lockdown oder ob vielleicht gerade dieses Ereignis eine Chance für ihn ist, auszusteigen und ein neues Leben zu beginnen. Kommt Dir die Geschichte vom Hamster irgendwie bekannt vor? Jetzt ist die Gelegenheit dir den Raum und die Zeit zu nehmen um zum Gestalter von Deinem Leben zu werden. Nutze die Stille und erstelle ein MindMap, eine Zeichnung oder schreibe einen Text wie Dein Leben in der Zukunft aussehen soll. Schenke Dir diesen einzigartigen Moment! Ich lade Dich herzlich ein, Dein „Design“ vom neuen Leben mit mir zu teilen, zu reflektieren und dabei zu erkennen, was es als nächstes braucht, um mit der Umsetzung zu beginnen. Deine innere Weisheit kennt die Ressourcen, um Dein neues Leben umzusetzen. Doch sind diese oft hinter Ängsten oder Mustern aus dem Hamsterrad verdeckt. Mit meiner Begleitung findest Du den Zugang wieder in den Raum Deiner Möglichkeiten und kannst dort wieder hervorholen, was Du jetzt gerade brauchst. Roger Jud Eggenberger Dipl. psychologischer Mental Coach CIS


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